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Tiere/Pflanzen aus eigener Zucht

Das Bodengrund-Experiment

Aquaristik betreibe ich schon seit vielen Jahren, jedoch beschäftige ich mich seit den letzten Jahren, mit dem Aufkommen der Zwerggarnelen in der Aquaristik auch mit der Zucht dieser schönen Tiere.

 

Hier ist es mein Ziel, einen Bodengrund zu finden, der einen guten Kontrast zu den kleineren Aquarienbewohnern gibt und gleichzeitig einer, der den Großteil des Mulms nicht unter die Oberfläche hindurchsickern lässt und dennoch eine Wasserzirkulation für die Pflanzenwurzeln gewährleistet. Also praktisch ein Allroundboden für Garnelenaquarien (Wasserverändernde mal ausgeschlossen, geht hier also nur um inaktiven Bodengrund, der möglichst nicht, oder kaum mit dem Wasser reagiert).

 

Dabei bin ich durch die Schriften von Peter Schneider (den ich auch persönlich kennenlernen durfte) auf die Idee gekommen, Substrate zu testen, die ein größeres Korngrößenspektrum aufweisen als sonst üblich - d.h. Körnung im Bereich von ca. 0,2 - 4 mm.

 

Die Bewertungskriterien sind, wie tw. schon erwähnt:

  • Wurzel-/Wuchseigenschaften verschiedener Pflanzen
  • Mulmsickerung
  • Optik
  • Abgabe von wasseraufhärtenden Stoffen (gemessen über elek. Leitf.  PPM)

 

Fazit siehe ganz unten.


 

Basaltsplitt (1-3 mm) - Basalt Brechsand (0-2 mm)

Basaltsplitt 1 - 3 mm (Fugensplitt).

Alle Pflanzen wurzeln bisher sehr gut. Der Mulm sickert hier etwas durch, bisher jedoch nicht essenziell. Ansonsten optisch sehr ansprechend und, vom Baustoffhandel bezogen, der preisgünstigste Bodengrund. Soll auch laut vieler Erfahrungsberichte im Netz, chemisch völlig neutral und damit unbedenklich sein. Die Becken mit dem Basaltsplitt liefen durchschnittlich am stabilsten. Da es auch an anderen Faktoren liegen kann, ist hier festzustellen, dass dieser das Klima zumindest nicht negativ beeinflusst.

 

1. Nachtrag: Qualitativ können die Wuchsergebnisse verbessert werden, wenn der oben beschriebenen Basaltsplitt (1-3 mm) im Verhältnis 1:1 mit dem Basalt Brechsand 0-2 mm (auch Basalt Fugeneinkehrsplitt) gemischt wird.

 

2. Nachtrag: Habe mittlerweile in einigen Becken ausschließlich den im ersten Nachtrag erwähnten Basalt Brechsand mit der angegebenen Körnung von 0-2 mm verwendet (Hauptkörnung liegt zwischen 0,5 und 2,0 mm). Auch hier gibt es keine Beanstandung bzgl. Pflanzenwuchs, Wasserbeeinflussung oder Optik. Sieht sehr gut aus und ist mittlerweile mein absoluter Favorit für dunklen Bodengrund im Aquarium. Dieser ist dazu auch noch relativ preisgünstig - gibt es bei uns in einigen Baumärkten als 25 kg-Sack zu kaufen.

 

3. Nachtrag: Der Basalt Brechsand der Korngröße 0-2 mm beinhaltete in den letzten Chargen (Stand Ende 2016) hauptsächlich Anteile unter 0,3 mm (vorher lag der Hauptanteil bei 1-2 mm). Das ist mir leider viel zu fein und enthält dadurch auch wesentlich mehr Staub, den man nur sehr mühsam rausgewaschen bekommt. Daher setze ich vorerst wieder nur den Basaltsplit der Körnung 1-3 mm ein.

 

Die beiden Basalt-Korngrößen im Vergleich:

Basalt, Körnung 1-3 mmBasaltsplitt 1-3 mm
 
Basalt, Körnung 0-2 mmBasalt Brechsand 0-2 mm
 

 

Schwarzer Granitbruch 0,2 - 3,0 mm

Bodendecker wie Utricularia graminifolia und Hemianthus callitrichoides cuba wurzeln hier nur sehr schlecht bis gar nicht ein. Eleocharis pusilla hat hier jedoch keine Probleme. Größere Pflanzenarten nehmen diesen Bodengrund auch gut an. Der Mulm sinkt nicht in tiefere Bodenschichten ab (Siehe 1. Foto).


 

Fujisand 0,1 - 0,6 mm + Lavasubstrat 3,0 - 5,0 mm

Bei den Bodendeckern und dem Mulm verhält es sich wie beim Granitbruch. Alle anderen Pflanzen wachsen hier gut. (Der feine Fujisand ist zurzeit sehr schwer oder gar nicht zu bekommen.) Optisch stört hier der größere Korngrößenunterschied in der Mischung zwischen dem feinen und dem groben Substrat. Das Wasser wird nicht negativ beeinflusst.


 

Schneider-Sand 0,2 - 4,0 mm

Das gleiche wie beim Granitbruch (s.o.). Hellere Garnelen sind auf diesem Boden schwerer auszumachen. Daher habe ich hier momentan schwarze Garnelen (Black Tiger OE) drin, die hierauf gut zu sehen sind.


 

Flamingo Aquarienkies schwarz 1 - 3 mm

Sieht aus wie dunkle Glassplitter und ist höchstwahrscheinlich Hochofenschlacke, was normalerweise Sondermüll ist (siehe hier). Andere Quellen behaupten jedoch, dass es ungiftig und völlig wasserneutral sein soll. Auch bei mir konnte ich keine negativen Auswirkungen feststellen, da alles gut wächst und gedeiht.

Aus meiner Erfahrung jedoch nicht für Pflanzenbecken zu empfehlen, da dieser Kies sehr leicht ist und neu eingesetzte Pflanzen schnell wieder auftreiben. Wenn die Wurzeln dann aber erst mal Fuß gefasst haben gibt es keine Probleme mehr damit.


 

Göteborger Granitsand 0,1 - 2,4 mm

Farbe geht eher ins Grau. Das Auswaschen dauert Ewigkeiten, da dieser Sand sehr viele Staubpartikel enthält. Selbst nach dem Einrichten war das Wasser noch eine Woche lang trübe.

Bodendeckende Arten wie z.B. Glossostigma elatinoides wurzeln hier schlecht. Auch einige größere Pflanzen tun sich hier schwer. Insgesamt eine etwas zu feine Körnung.


 

Dennerle Kristall-Quarzkies Diamantschwarz 1-2 mm / Nano Garnelenkies 0,7-1,2 mm

Dennerle Kristall-Quarzkies 1-2mm + Nano Garnelenkies 0,7-1,2 mmDennerle Kristall-Quarzkies 1-2mm + Nano Garnelenkies 0,7-1,2 mm
 

Sieht optisch sehr ansprechend aus.

Dass man diesen angeblich wegen einer Kunststoffummantelung nicht warm waschen sollte, habe ich erst später irgendwo gelesen. Hatte nach ein paar Wochen Einfahrzeit Garnelen eingesetzt, wovon mir fast die Hälfte verloren ging (selbst nach mehrmaligem Wasserwechsel). Hatte sonst in keinem anderen Becken mit natürlichem Bodengrund "auffällige" Verluste zu verzeichnen. Dass es an etwas anderes gelegen hat, ist unwahrscheinlich, da ich sonst gleiche Einrichtungsmaterialien auch in anderen Becken verwende. Danach setzte ich Endler-Guppys ein, welche damit wohl kein Problem hatten.

 

Fazit für mich: Bei gut eingelaufenen Becken wird es dieses Problem wohl nicht geben. Wenn ein Bodengrund jedoch derartiges Potential hat evtl. schädliche Substanzen von sich zu geben, egal ob nach warmem oder kaltem Waschen, ist es für mich bedenklich, diesen zu verwenden. Das sind meine Erfahrungen mit dem Bodengrund von Dennerle - sicher ist mir auch bekannt, dass er von sehr Vielen ohne (bekannte) Probleme verwendet wird.


 

FAZIT

Der Basalt Fugensplitt hat bei mir gewonnen. Insgesamt wurzeln hier die Aquarienpflanzen am besten. Hier sieht auch das Wurzelbild der herausgezogenen Pflanzen am besten aus.

Es gibt zwei verschiedene Korngrößen auf dem Markt: 1-3 mm und 0-2 mm (manchmal auch als Basalt Edelbrechsand bezeichnet). Aus Erfahrung empfehle ich eher den feineren zu wählen (siehe Bericht oben), da die Ergebnisse hier etwas besser waren und dieser auch optisch besser wirkt.

Beides gibt es in einigen Baumärkten in 25 kg-Säcken, den gröberen Basaltsplitt (1-3 mm) auch bei fast jedem Baustoffhändler.

 

Wer also einen schönen, dunklen Bodengrund in seinem Aquarium sehen und dazu auch einen gesunden Pflanzenwuchs ermöglichen möchte, der ist mit dem Basalt Edelbrechsand meiner Erfahrung nach am besten beraten. Ein Naturstein ohne chemischen Einfluss auf das Wasser.

Aquaristik betreibe ich schon seit vielen Jahren, jedoch beschäftige ich mich seit den letzten Jahren, mit dem Aufkommen der Zwerggarnelen in der Aquaristik auch mit der Zucht dieser schönen... mehr erfahren »
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Das Bodengrund-Experiment

Aquaristik betreibe ich schon seit vielen Jahren, jedoch beschäftige ich mich seit den letzten Jahren, mit dem Aufkommen der Zwerggarnelen in der Aquaristik auch mit der Zucht dieser schönen Tiere.

 

Hier ist es mein Ziel, einen Bodengrund zu finden, der einen guten Kontrast zu den kleineren Aquarienbewohnern gibt und gleichzeitig einer, der den Großteil des Mulms nicht unter die Oberfläche hindurchsickern lässt und dennoch eine Wasserzirkulation für die Pflanzenwurzeln gewährleistet. Also praktisch ein Allroundboden für Garnelenaquarien (Wasserverändernde mal ausgeschlossen, geht hier also nur um inaktiven Bodengrund, der möglichst nicht, oder kaum mit dem Wasser reagiert).

 

Dabei bin ich durch die Schriften von Peter Schneider (den ich auch persönlich kennenlernen durfte) auf die Idee gekommen, Substrate zu testen, die ein größeres Korngrößenspektrum aufweisen als sonst üblich - d.h. Körnung im Bereich von ca. 0,2 - 4 mm.

 

Die Bewertungskriterien sind, wie tw. schon erwähnt:

  • Wurzel-/Wuchseigenschaften verschiedener Pflanzen
  • Mulmsickerung
  • Optik
  • Abgabe von wasseraufhärtenden Stoffen (gemessen über elek. Leitf.  PPM)

 

Fazit siehe ganz unten.


 

Basaltsplitt (1-3 mm) - Basalt Brechsand (0-2 mm)

Basaltsplitt 1 - 3 mm (Fugensplitt).

Alle Pflanzen wurzeln bisher sehr gut. Der Mulm sickert hier etwas durch, bisher jedoch nicht essenziell. Ansonsten optisch sehr ansprechend und, vom Baustoffhandel bezogen, der preisgünstigste Bodengrund. Soll auch laut vieler Erfahrungsberichte im Netz, chemisch völlig neutral und damit unbedenklich sein. Die Becken mit dem Basaltsplitt liefen durchschnittlich am stabilsten. Da es auch an anderen Faktoren liegen kann, ist hier festzustellen, dass dieser das Klima zumindest nicht negativ beeinflusst.

 

1. Nachtrag: Qualitativ können die Wuchsergebnisse verbessert werden, wenn der oben beschriebenen Basaltsplitt (1-3 mm) im Verhältnis 1:1 mit dem Basalt Brechsand 0-2 mm (auch Basalt Fugeneinkehrsplitt) gemischt wird.

 

2. Nachtrag: Habe mittlerweile in einigen Becken ausschließlich den im ersten Nachtrag erwähnten Basalt Brechsand mit der angegebenen Körnung von 0-2 mm verwendet (Hauptkörnung liegt zwischen 0,5 und 2,0 mm). Auch hier gibt es keine Beanstandung bzgl. Pflanzenwuchs, Wasserbeeinflussung oder Optik. Sieht sehr gut aus und ist mittlerweile mein absoluter Favorit für dunklen Bodengrund im Aquarium. Dieser ist dazu auch noch relativ preisgünstig - gibt es bei uns in einigen Baumärkten als 25 kg-Sack zu kaufen.

 

3. Nachtrag: Der Basalt Brechsand der Korngröße 0-2 mm beinhaltete in den letzten Chargen (Stand Ende 2016) hauptsächlich Anteile unter 0,3 mm (vorher lag der Hauptanteil bei 1-2 mm). Das ist mir leider viel zu fein und enthält dadurch auch wesentlich mehr Staub, den man nur sehr mühsam rausgewaschen bekommt. Daher setze ich vorerst wieder nur den Basaltsplit der Körnung 1-3 mm ein.

 

Die beiden Basalt-Korngrößen im Vergleich:

Basalt, Körnung 1-3 mmBasaltsplitt 1-3 mm
 
Basalt, Körnung 0-2 mmBasalt Brechsand 0-2 mm
 

 

Schwarzer Granitbruch 0,2 - 3,0 mm

Bodendecker wie Utricularia graminifolia und Hemianthus callitrichoides cuba wurzeln hier nur sehr schlecht bis gar nicht ein. Eleocharis pusilla hat hier jedoch keine Probleme. Größere Pflanzenarten nehmen diesen Bodengrund auch gut an. Der Mulm sinkt nicht in tiefere Bodenschichten ab (Siehe 1. Foto).


 

Fujisand 0,1 - 0,6 mm + Lavasubstrat 3,0 - 5,0 mm

Bei den Bodendeckern und dem Mulm verhält es sich wie beim Granitbruch. Alle anderen Pflanzen wachsen hier gut. (Der feine Fujisand ist zurzeit sehr schwer oder gar nicht zu bekommen.) Optisch stört hier der größere Korngrößenunterschied in der Mischung zwischen dem feinen und dem groben Substrat. Das Wasser wird nicht negativ beeinflusst.


 

Schneider-Sand 0,2 - 4,0 mm

Das gleiche wie beim Granitbruch (s.o.). Hellere Garnelen sind auf diesem Boden schwerer auszumachen. Daher habe ich hier momentan schwarze Garnelen (Black Tiger OE) drin, die hierauf gut zu sehen sind.


 

Flamingo Aquarienkies schwarz 1 - 3 mm

Sieht aus wie dunkle Glassplitter und ist höchstwahrscheinlich Hochofenschlacke, was normalerweise Sondermüll ist (siehe hier). Andere Quellen behaupten jedoch, dass es ungiftig und völlig wasserneutral sein soll. Auch bei mir konnte ich keine negativen Auswirkungen feststellen, da alles gut wächst und gedeiht.

Aus meiner Erfahrung jedoch nicht für Pflanzenbecken zu empfehlen, da dieser Kies sehr leicht ist und neu eingesetzte Pflanzen schnell wieder auftreiben. Wenn die Wurzeln dann aber erst mal Fuß gefasst haben gibt es keine Probleme mehr damit.


 

Göteborger Granitsand 0,1 - 2,4 mm

Farbe geht eher ins Grau. Das Auswaschen dauert Ewigkeiten, da dieser Sand sehr viele Staubpartikel enthält. Selbst nach dem Einrichten war das Wasser noch eine Woche lang trübe.

Bodendeckende Arten wie z.B. Glossostigma elatinoides wurzeln hier schlecht. Auch einige größere Pflanzen tun sich hier schwer. Insgesamt eine etwas zu feine Körnung.


 

Dennerle Kristall-Quarzkies Diamantschwarz 1-2 mm / Nano Garnelenkies 0,7-1,2 mm

Dennerle Kristall-Quarzkies 1-2mm + Nano Garnelenkies 0,7-1,2 mmDennerle Kristall-Quarzkies 1-2mm + Nano Garnelenkies 0,7-1,2 mm
 

Sieht optisch sehr ansprechend aus.

Dass man diesen angeblich wegen einer Kunststoffummantelung nicht warm waschen sollte, habe ich erst später irgendwo gelesen. Hatte nach ein paar Wochen Einfahrzeit Garnelen eingesetzt, wovon mir fast die Hälfte verloren ging (selbst nach mehrmaligem Wasserwechsel). Hatte sonst in keinem anderen Becken mit natürlichem Bodengrund "auffällige" Verluste zu verzeichnen. Dass es an etwas anderes gelegen hat, ist unwahrscheinlich, da ich sonst gleiche Einrichtungsmaterialien auch in anderen Becken verwende. Danach setzte ich Endler-Guppys ein, welche damit wohl kein Problem hatten.

 

Fazit für mich: Bei gut eingelaufenen Becken wird es dieses Problem wohl nicht geben. Wenn ein Bodengrund jedoch derartiges Potential hat evtl. schädliche Substanzen von sich zu geben, egal ob nach warmem oder kaltem Waschen, ist es für mich bedenklich, diesen zu verwenden. Das sind meine Erfahrungen mit dem Bodengrund von Dennerle - sicher ist mir auch bekannt, dass er von sehr Vielen ohne (bekannte) Probleme verwendet wird.


 

FAZIT

Der Basalt Fugensplitt hat bei mir gewonnen. Insgesamt wurzeln hier die Aquarienpflanzen am besten. Hier sieht auch das Wurzelbild der herausgezogenen Pflanzen am besten aus.

Es gibt zwei verschiedene Korngrößen auf dem Markt: 1-3 mm und 0-2 mm (manchmal auch als Basalt Edelbrechsand bezeichnet). Aus Erfahrung empfehle ich eher den feineren zu wählen (siehe Bericht oben), da die Ergebnisse hier etwas besser waren und dieser auch optisch besser wirkt.

Beides gibt es in einigen Baumärkten in 25 kg-Säcken, den gröberen Basaltsplitt (1-3 mm) auch bei fast jedem Baustoffhändler.

 

Wer also einen schönen, dunklen Bodengrund in seinem Aquarium sehen und dazu auch einen gesunden Pflanzenwuchs ermöglichen möchte, der ist mit dem Basalt Edelbrechsand meiner Erfahrung nach am besten beraten. Ein Naturstein ohne chemischen Einfluss auf das Wasser.

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